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Maren Kroymann liest "Carol"

Lesung
 Buchung geschlossen
Datum: Fr, 5. Mai 2017 20:00

"Carol" von Patricia Highsmith – eine Lesung mit Maren Kroymann

 

Maren Kroymann ist eine der renommiertesten Schauspielerinnen unserer Fernsehlandschaft, und eine der wandlungsfähigsten dazu. Sie ist vielseitig, klug, und sie ist eine, die immer schon Stellung bezogen hat, offen und geradlinig.

Darüber hinaus steht sie seit über vier Jahrzehnten auch als Sängerin und begnadete Entertainerin auf der Bühne und hat mit ihrem wegweisenden feministischen Kabarett ein ganz eigenes, neues Genre kreiert, das Popmusik und Schlager einer bestimmten Ära scharfsinnig und auf äußerst unterhaltsame Weise in Bezug zur jeweils vorherrschenden Ideologie setzt.

Die vielen Auszeichnungen, mit denen man sie im Laufe ihrer Karriere bedacht hat, würdigen nicht nur ihr feines Gespür für die künstlerische Darstellung und Zeichnung ihrer Figuren, sondern ebenso ihr unermüdliches Engagement für Frauenrechte und gegen Homophobie.

So gesehen könnte es - was den offenen Umgang mit dem Thema Homosexualität angeht – keinen größeren Gegensatz zu Autorin Patricia Highsmith geben.

Highsmith hatte sich in jungen Jahren in psychologische Behandlung begeben, um von ihrem "Zustand" befreit und geheilt zu werden.

Ihr umsatzstärkstes und autobiografisch inspiriertes Buch "Carol" über die Liebe zweier Frauen veröffentlichte sie 1952 unter Pseudonym, und stand erst knapp vierzig Jahre nach dessen Erscheinen offiziell zu ihrer Autorenschaft.

"Carol" ist nicht einfach nur ein Liebesroman – das Buch, dessen Verfilmung 2015 bei den Filmfestspielen in Cannes Weltpremiere feierte, beschreibt die fast quälend langsame Annäherung, die Fragen und Wirrnisse zweier Frauen auf der Suche nach Identität.

Dabei schlägt die Liebesgeschichte die unterschiedlichsten Töne an: Sie ist wunderbar zart und erstaunlich zupackend, schwebend leicht und, gegen Ende hin, von bitterem Realismus geprägt, ein Klassenporträt und frühes erotisches Road Movie. Besonders fortschrittlich: "Carol" ist der erste lesbische Roman, bei dem die Heldinnen am Schluss weder sterben, noch Selbstmord verüben.

 

"Carol behandelt nicht einfach das Gelingen einer homosexuellen Partnerschaft unter widrigen Umständen. Die Geschichte wird so behutsam erzählt, als entstünde aus dem Zauber der Begegnung wie von selbst ein feines, gewichtsloses Netz aus Blicken und Gesten, aus Berührungen und Hoffnungen, das die Liebe der beiden Frauen einhüllt und schützt". (FAZ)

 

"Dann beginnt Kroymann mit ihrer tiefen, warmen Stimme zu lesen. Intim und atmosphärisch dicht gelang ihr ein stimmungsvoller, umfassender Einblick in Highsmiths (...) erfolgreichen Roman. Ein besonderer Abend!"

(Phenomenelle, März 2016)

 

Einlass: ab 19:30 Uhr

 

 

Alle Daten


  • Fr, 5. Mai 2017 20:00
Mo. 18.00 - 20.00 Uhr
Di. 17.00 – 19.00 Uhr
Mi. 11.00 - 13.00 Uhr
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